Kurz gesagt
- Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen verteuerten sich im August 2026 um 7,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat, die Baupreise für Wohngebäude insgesamt um 5,5 %.
- Die größten Einsparpotenziale liegen in den Leistungsphasen 1 bis 3 der HOAI: Was dort festgelegt wird, bestimmt den überwiegenden Teil der späteren Kosten.
- Kurze Kabelwege, eine realistische Leistungsbilanz und frühzeitig integrierte Photovoltaik und Ladeinfrastruktur vermeiden teure Nachrüstungen.
- Sicherheitsstandards, Normen und Prüfpflichten sind kein Sparpotenzial: Wer hier kürzt, verlagert Kosten in Haftung, Mängelbeseitigung und Betrieb.
- Contracting-Modelle können investive Budgets für PV und Ladeinfrastruktur entlasten.
Wo die Elektrotechnik bei den Baupreisen steht
Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen im August 2026 um 7,2 % gegenüber August 2025 gestiegen. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude um 5,5 %. Die Elektrogewerke liegen damit deutlich über dem Durchschnitt aller Gewerke, und zwar in einer Phase, in der sich die Baupreise nach zwei ruhigeren Jahren wieder beschleunigen.
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ordnet diese Entwicklung ein: Im Mai 2026 lagen die Neubaupreise im Durchschnitt der Gewerke um 2,6 % über dem Niveau von Februar 2026 und um 5 % über dem von Mai 2025. Für das Gesamtjahr 2026 erwarteten Forschungsinstitute im Mittel einen Anstieg der Preise für Bauleistungen um 3,6 %, für 2027 um 3,7 %, nach 3,1 % im Jahr 2025.
| Kennzahl | Wert | Bezugszeitraum |
|---|---|---|
| Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen | +7,2 % | August 2026 gegenüber August 2025 |
| Neubau konventioneller Wohngebäude, gesamt | +5,5 % | August 2026 gegenüber August 2025 |
| Neubaupreise, Durchschnitt der Gewerke | +5,0 % | Mai 2026 gegenüber Mai 2025 |
| Prognose Bauleistungen | +3,6 % / +3,7 % | Jahre 2026 / 2027 |
Für die Projektkalkulation bedeutet dies: Eine Kostenschätzung für die Elektrotechnik, die vor zwölf Monaten erstellt wurde, ist heute in aller Regel nicht mehr belastbar. Wer Budgets für Projekte mit Baubeginn 2027 oder später festlegt, sollte die Preisentwicklung bis zum voraussichtlichen Vergabezeitpunkt ausdrücklich berücksichtigen, statt mit Preisständen aus der Entwurfsphase zu rechnen.
Warum die Elektrogewerke besonders unter Druck stehen
Elektrotechnische Anlagen sind material- und komponentenintensiv. Kabel und Leitungen, Niederspannungshauptverteilungen, Unterverteilungen, Sicherheitsbeleuchtung, Brandmeldetechnik, Datennetze und Gebäudeautomation bestehen zu einem erheblichen Teil aus metallhaltigen und elektronischen Komponenten, deren Preise sich unabhängig vom übrigen Baumarkt entwickeln können. Hinzu kommt, dass der Anteil der Technischen Gebäudeausrüstung an den Bauwerkskosten mit jeder zusätzlichen Anforderung wächst: Ladeinfrastruktur, Photovoltaik, Speicher, Messkonzepte und Energiemanagement erweitern den Leistungsumfang der Elektroplanung spürbar.
Gleichzeitig ist die Bauwirtschaft nach Einschätzung der Bauindustrie kein Inflationsgewinner. Rund drei Viertel der befragten Unternehmen konnten ihre gestiegenen Material- und Energiekosten nicht an die Auftraggeber weitergeben, und viele Auftraggeber akzeptieren keine Preisgleitklauseln. Für Bauherren ist das nur scheinbar ein Vorteil: Wenn ausführende Elektrofachbetriebe unter starkem Margendruck stehen, steigen das Risiko von Nachtragsforderungen, Verzögerungen und Qualitätseinbußen sowie im Extremfall das Insolvenzrisiko während der Bauzeit. Eine transparente, faire Kalkulationsgrundlage ist daher selbst ein Instrument der Kostendämpfung.
Der größte Hebel liegt in den frühen Leistungsphasen
Die Beeinflussbarkeit der Kosten nimmt im Projektverlauf stetig ab, während die Kosten jeder Änderung zunehmen. Was in der Grundlagenermittlung und der Vorplanung entschieden wird, legt Anschlussleistung, Verteilungsstruktur, Trassenführung und Ausstattungsstandard fest. In der Ausführungsplanung lassen sich diese Parameter nur noch mit erheblichem Aufwand korrigieren, auf der Baustelle häufig nur noch über Nachträge.
Leistungsphase 1: Grundlagenermittlung. Hier wird geklärt, welche Nutzung, welche Ausbaustufen und welche Standards das Projekt tatsächlich benötigt. In der Grundlagenermittlung durch IET-Berlin werden Bestandsunterlagen, Nutzeranforderungen, Vorgaben des Netzbetreibers und behördliche Anforderungen zusammengeführt. Unklare Anforderungen an dieser Stelle sind die häufigste Ursache späterer Kostensteigerungen.
Leistungsphase 2: Vorplanung. In der Vorplanung werden Varianten erarbeitet und bewertet, etwa zentrale oder dezentrale Verteilungskonzepte, Lage der Technikräume oder unterschiedliche Ausstattungsniveaus. Ein Variantenvergleich mit Kostenschätzung ist der geeignete Zeitpunkt, um Investitions- und Betriebskosten gegeneinander abzuwägen.
Leistungsphase 3: Entwurfsplanung. Die Entwurfsplanung mündet in die Kostenberechnung nach DIN 276. Sie ist die Grundlage für die Budgetfreigabe und für die spätere Kostenkontrolle. Je genauer Mengen, Leitungslängen und Komponenten hier ermittelt werden, desto geringer ist die Abweichung zum späteren Vergabeergebnis.
Eine ausführliche Übersicht zu typischen Kostenpositionen bietet der Beitrag zu den Investitionskosten der Elektroplanung 2026.
Konkrete Hebel, die Kosten dämpfen, ohne Sicherheit zu senken
Bedarf und Standard verbindlich festlegen
Ausstattungsstandards werden in vielen Projekten nicht bewusst entschieden, sondern aus Vorprojekten übernommen. Steckdosenanzahl, Beleuchtungsniveau, Umfang der Datenverkabelung oder Redundanzen in der Energieversorgung sollten aus der tatsächlichen Nutzung abgeleitet und schriftlich mit dem Bauherrn abgestimmt werden. Ein dokumentiertes Raumbuch mit festgelegtem Standard verhindert, dass Anforderungen im Projektverlauf schleichend wachsen. Wie sich ein solcher Ansatz raumweise umsetzen lässt, beschreibt der Beitrag zur raumweisen Planung elektrischer Räume.
Leistungsbilanz realistisch rechnen
Eine überdimensionierte Leistungsbilanz zieht Kosten durch das gesamte Projekt: größere Querschnitte, größere Verteilungen, größere Transformatoren und gegebenenfalls eine höhere beim Netzbetreiber angemeldete Anschlussleistung. Eine sorgfältige Ermittlung der Gleichzeitigkeit, ein Lastmanagement für Ladepunkte und Wärmepumpen sowie eine Abstimmung mit dem Netzbetreiber nach den Vorgaben der Niederspannungsanschlussverordnung schaffen hier Spielraum. Unterdimensionierung ist dabei ausdrücklich keine Alternative, denn sie führt zu Überlastungen, Abschaltungen und teuren Nachrüstungen.
Kabelwege und Technikräume früh koordinieren
Leitungslängen sind ein unmittelbarer Kostentreiber, gerade bei steigenden Material- und Montagepreisen. Die Lage von Hausanschluss, Hauptverteilung und Unterverteilungen sollte mit Architektur und Tragwerksplanung so abgestimmt werden, dass Trassen kurz und Steigschächte durchgängig sind. Die dena verweist am Beispiel von PV und Ladeinfrastruktur darauf, dass die Installationskosten stark von Kabelwegen und notwendigen Tiefbauarbeiten abhängen und dass eine ganzheitliche Integration in das interne Stromnetz Nachrüstungen vermeidet.
Photovoltaik und Ladeinfrastruktur vorausschauend vorbereiten
Nicht jede Anlage muss sofort vollständig errichtet werden. Leerrohre, Kabeltrassen, Platzreserven in Verteilungen und ausreichende Anschlussleistung kosten in der Rohbauphase einen Bruchteil dessen, was eine spätere Nachrüstung erfordert. Die dena-Studie zum privaten Ladeinfrastrukturpotenzial benennt umfangreiche bauliche Maßnahmen und unzureichende Elektroinstallationen im Bestand als zentrale Hindernisse. Wer diese Hindernisse im Neubau oder in der Sanierung von vornherein ausschließt, senkt die Gesamtkosten über den Lebenszyklus. Hinweise zur Umsetzung enthält der Beitrag zur Ladeinfrastruktur für Neubauten.
Bestandsanlagen prüfen statt pauschal ersetzen
Bei Umbauten und Modernisierungen ist der vollständige Rückbau der Elektroinstallation nicht immer erforderlich. Ob vorhandene Leitungen, Verteilungen oder Anlagenteile weiterverwendet werden dürfen, hängt vom Zustand, von der Prüfung und von den geltenden Normen ab. Die Entscheidung erfordert eine fachkundige Bewertung, denn eine unzulässige Weiterverwendung begründet Haftungsrisiken für Planer, Errichter und Betreiber. Die Kriterien beschreibt der Beitrag zum Wiederanschluss und zur Weiterverwendung von Bestandsanlagen. Ob ein Projekt eher als Sanierung oder als Modernisierung angelegt werden sollte, ist dabei eine Grundsatzfrage, die auch die übrigen Gewerke betrifft; eine verständliche Abgrenzung bietet diese Gegenüberstellung zu Sanierung oder Modernisierung und der richtigen Wahl.

Produktneutral ausschreiben und Lose sinnvoll bilden
Ein produktneutrales Leistungsverzeichnis mit klar beschriebenen technischen Anforderungen eröffnet Wettbewerb unter Herstellern und Bietern. Die Losbildung sollte zur Marktlage passen: Zu kleine Lose erhöhen den Koordinationsaufwand, zu große Lose reduzieren die Zahl geeigneter Bieter. Vollständige und widerspruchsfreie Leistungsverzeichnisse sind zudem der wirksamste Schutz gegen Nachträge, weil Lücken in der Leistungsbeschreibung nahezu zwangsläufig zu Mehrkosten führen.
Preisgleitung und Vergabezeitpunkt bewusst steuern
Bei längeren Projektlaufzeiten kann eine sachgerecht formulierte Preisgleitregelung für bestimmte Materialien die Risikozuschläge in den Angeboten senken. Bieter, die das Preisrisiko vollständig tragen müssen, kalkulieren es ein. Ob eine solche Regelung im Einzelfall wirtschaftlich ist, hängt von Laufzeit, Materialanteil und Vertragsgestaltung ab und sollte mit der juristischen Beratung des Bauherrn abgestimmt werden, bei öffentlichen Auftraggebern zusätzlich mit der Vergabestelle.
Bauüberwachung als Kostenkontrolle nutzen
In der Ausführung entscheidet die Objektüberwachung darüber, ob die geplanten Kosten gehalten werden. Sie prüft Nachträge auf Berechtigung und Höhe, kontrolliert Aufmaße, dokumentiert Mängel und stellt sicher, dass die Ausführung der Planung entspricht. Mängel, die vor der Abnahme erkannt werden, sind erheblich günstiger zu beheben als Mängel im Betrieb. Die Aufgaben beschreibt der Beitrag zur Bauüberwachung in der Elektrotechnik.
Wo Einsparungen zur Haftungsfalle werden
Mit dem Gebäudetyp E arbeitet der Bund an einem Weg, einfacher und günstiger zu bauen. Das Bundesbauministerium beschreibt, dass beim Gebäudetyp E auf zahlreiche Baustandards verzichtet wird, die gesetzlich nicht zwingend sind. Die zugehörige Leitlinie und Prozessempfehlung versteht ihn als Planungsansatz, der Abweichungen von technischen Baubestimmungen ermöglicht. Für Planer bedeutet das: Jede Abweichung muss fachlich begründet und mit dem Bauherrn ausdrücklich vereinbart werden.
Für die Elektrotechnik ist diese Unterscheidung entscheidend. Komfortstandards wie Ausstattungsdichte oder Bedienkomfort können Gegenstand einer bewussten Vereinbarung sein. Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag, Brandschutz, Sicherheitsbeleuchtung, die Anforderungen des Netzbetreibers und die Prüfung vor Inbetriebnahme sind es nicht. Auch VDMA und dena raten nach dem VDMA-Appell zur Bau- und Modernisierungswende davon ab, technische Sicherheitsstandards zur Kostendämpfung abzusenken, und empfehlen einen Lebenszyklusansatz, der Gebäudeautomation, Brandschutz und Energieintegration einschließt.
Wer einen Verzicht auf Standards in Betracht zieht, sollte dies nicht auf der Baustelle entscheiden, sondern in der Entwurfsplanung, schriftlich, mit einer fachlichen Begründung des Elektroplaners und, wo die vertraglichen Folgen unklar sind, nach Rücksprache mit einem auf Bau- und Architektenrecht spezialisierten Rechtsanwalt.

Investitionen verlagern: Contracting als Option
Nicht jede Kostendämpfung muss über geringere Investitionen erfolgen. Bei Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und effizienter Gebäudetechnik kann auch die Finanzierungsform entlasten. Der dena-Leitfaden Energiespar-Contracting beschreibt Modelle, in denen ein Contractor Planung, Installation und Betrieb übernimmt und sich über erzielte Einsparungen oder über Grund- und Arbeitspreise refinanziert. Für den Bauherrn sinkt damit das investive Budget, während die Betriebsphase vertraglich gebunden wird.
Ob Contracting wirtschaftlich ist, hängt von Laufzeit, Vertragsbedingungen und den Alternativen ab. Eine unabhängige Fachplanung, die Varianten mit und ohne Contracting vergleicht, schafft dafür eine neutrale Entscheidungsgrundlage. Nach Einschätzung des VDMA amortisieren sich gut geplante TGA-Investitionen durch Energieeinsparungen und geringere Betriebskosten häufig innerhalb weniger Jahre.
Die Hebel im Überblick
| Maßnahme | Leistungsphase | Wirkung auf die Kosten |
|---|---|---|
| Bedarf und Standard verbindlich festlegen | LPH 1 bis 2 | verhindert schleichende Anforderungserweiterungen |
| Realistische Leistungsbilanz, Lastmanagement | LPH 2 bis 3 | kleinere Querschnitte und Verteilungen, angemessener Netzanschluss |
| Kabelwege und Technikräume koordinieren | LPH 2 bis 3 | geringere Material- und Montagemengen |
| PV und Ladeinfrastruktur vorbereiten | LPH 3 bis 5 | vermeidet teure Nachrüstungen |
| Bestandsanlagen fachkundig bewerten | LPH 1 bis 3 | vermeidet unnötigen Rückbau, ohne Haftungsrisiko |
| Produktneutrales, vollständiges Leistungsverzeichnis | LPH 6 bis 7 | mehr Wettbewerb, weniger Nachträge |
| Preisgleitung und Vergabezeitpunkt steuern | LPH 6 bis 7 | geringere Risikozuschläge |
| Objektüberwachung mit Nachtragsprüfung | LPH 8 | Kostentreue in der Ausführung |
Unsere Sicht auf die Kostenentwicklung
Wir erleben in unseren Projekten in Berlin, Brandenburg und bundesweit, dass die Diskussion über Baukosten in der Elektrotechnik häufig zu spät beginnt: dann, wenn die Angebote vorliegen und über dem Budget liegen. Zu diesem Zeitpunkt bleiben meist nur Kürzungen im Ausstattungsstandard oder ein Verzicht auf vorbereitende Maßnahmen, die sich später als teuerste Entscheidung erweisen.
Unser Ansatz ist ein anderer. Wir betrachten die Elektrotechnik als Teil eines Energiekonzepts, nicht als Einzelgewerk. Eine Leistungsbilanz, die Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement von Beginn an zusammendenkt, führt in der Regel zu kompakteren Verteilungen, kürzeren Trassen und einem besser ausgelegten Netzanschluss. Die Kosten der Planung sind dabei gering im Verhältnis zu den Kosten, die eine unzureichende Planung auf der Baustelle und im Betrieb verursacht.
Ebenso klar ist für uns, wo die Grenze verläuft: Bei Schutzmaßnahmen, Brandschutz und Prüfpflichten sparen wir nicht, und wir raten auch unseren Auftraggebern davon ab. Die Haftung für eine fehlerhafte elektrische Anlage trägt am Ende nicht der Kostenplan, sondern der Bauherr, der Planer und der Errichter.
— Alexander Blau
Elektroplanung mit Kostenkontrolle von IET-Berlin
IET-Berlin begleitet Bauherren, Architekten, Generalunternehmer, Immobiliengesellschaften und öffentliche Auftraggeber durch alle Leistungsphasen der Elektroplanung: von der Grundlagenermittlung über die Ausführungsplanung und die Vorbereitung der Vergabe bis zur Objektüberwachung und Objektbetreuung. Ergänzend berät das Team zu Energiemanagement, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur. Wenn Sie ein Projekt in Vorbereitung haben oder ein bestehendes Budget unter Druck steht, sprechen Sie uns über iet-berlin.de an.
Häufige Fragen
Sind die Baukosten für Elektrotechnik 2026 gestiegen?
Ja. Nach Destatis lagen die Preise für Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen im August 2026 um 7,2 % über dem Vorjahresmonat. Die Baupreise für Wohngebäude insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 5,5 %, die Elektrogewerke verteuerten sich also überdurchschnittlich.
Wie entwickeln sich die Baupreise ab 2027?
Forschungsinstitute erwarteten im Mittel für 2027 einen Anstieg der Preise für Bauleistungen um 3,7 %, nach 3,6 % für 2026. Solche Prognosen sind mit Unsicherheit behaftet, sollten aber in jeder Kostenberechnung für Projekte mit späterem Vergabezeitpunkt berücksichtigt werden.
Wann erscheint der nächste Baupreisindex?
Das Statistische Bundesamt berichtet die Baupreise für Wohngebäude vierteljährlich: Auf den Berichtsmonat Mai 2026 folgte August 2026, dessen Ergebnisse am 9. Oktober 2026 erschienen. Der nächste Berichtsmonat ist demnach November 2026, die Veröffentlichung folgt einige Wochen nach dessen Ende.
Lassen sich Elektrokosten senken, ohne die Sicherheit zu gefährden?
Ja, wenn die Einsparungen aus der Planung kommen: verbindliche Standards, eine realistische Leistungsbilanz, kurze Kabelwege, produktneutrale Ausschreibung und konsequente Nachtragsprüfung. Schutzmaßnahmen, Brandschutz und die Prüfung vor Inbetriebnahme sind dagegen nicht verhandelbar.
Quellen
- Destatis: Baupreise für Wohngebäude im August 2026
- Bauindustrie: Preisentwicklung im Bau(haupt-)gewerbe
- VDMA: Appell 2025 zur Bau- und Modernisierungswende
- dena: Eigenstromerzeugung mit Photovoltaik-Anlage auf einem Hallendach
- dena-Studie: Privates Ladeinfrastrukturpotenzial in Deutschland
- dena: Leitfaden Energiespar-Contracting
- BMWSB: Einfaches Bauen nach dem Gebäudetyp E
- BMWSB: Gebäudetyp E, Leitlinie und Prozessempfehlung

